morgenkick

zerowaste für unterwegs

Ich war eigentlich immer eine Frühaufsteherin - bis vor ein paar Tagen.. oder soll ich besser sagen, bis vor ein paar Wochen? - die Grenze ist hier nicht so klar zu ziehen. Vielleicht liegt es am Herbst, denn obwohl er sich im Moment von der schönsten Seite zeigt, bereitet mir der Einbruch der dunklen Jahreszeit schon ein wenig Mühe. Vielleicht liegt es auch en den grossen Fragen, die sich immer noch in meinem Kopf drehen, obwohl ich schon im Sommer eine Antwort darauf finden wollte und deren Rauschen mich manchmal echt an meine Grenzen bringt. Vielleicht, vielleicht oder vielleicht auch nicht. Fakt ist; Aufstehen ist ganz schön anstrengend. In solchen Zeiten bereue ich es fast, dass mir Kaffee nicht schmeckt - ja leider fällt diese Brühe für mich noch immer noch in die Kategorie der ungeniessbaren Getränke. Ich greife dafür auf meinen guten alten Chai-Latte zurück, welchen ich, wenn ich es mir wirklich gut überlege, nicht gegen Kaffee eintauschen möchte. Die Soyamilch sättigt mein erstes Hungergefühl, der Geschmack stimmt mich optimal auf die Jahreszeit ein, das Glas wärmt meine meist kalten Hände und der Zucker gibt mir den nötigen Kick in den Hintern. Klar, klar, es könnte gesünder sein - doch ein bisschen Süsse muss bzw. darf auch sein.

Da mein Bett aber viel zu kuschelig ist, um morgens die Zeit in der Küche beim Tee zu verbringen und ich meist so knapp aufstehe, dass ich am Ende auf den Bus rennen muss, käme mir eigentlich ein Becher to-go am Bahnhof gerade recht. Doch was ist mit all den Abfallbergen? Hast du gewusst, dass in Deutschlang pro Stunde 320`000 solche Dinger im Müll landen? Ja, du hast richtig gelesen: PRO STUNDE, nein, nicht pro Jahr und nein, nicht mal pro Woche: PRO STUNDE!! Wenn wir das jetzt proportional anhand der Bevölkerung auf die Schweiz umrechnen, sind wir bei 32`500 Bechern pro Stunde. Klar, diese Zahl ist ein bisschen weniger beeindruckend als die der Deutschen, doch wir kommen auch so noch auf 780`000 Einwegbecker pro Tag, was, wenn wir von einem Gewicht von Becher und Deckel von 15g ausgehen, 12kg Müll pro Tag oder 4.4 Tonnen pro Jahr bedeutet - und da sind Zuckerbeutel, das Sahnebecherchen und das Rührstäbchen noch nicht dabei. 

Klar, man könnt auch an vielen anderen Orten anfangen zu sparen, aber für mich gehört das Vermeiden von Einwegprodukten (und da gehören der ToGo Becher und seine Accessoires auf jeden Fall dazu) zu den Basics der Müllvermeidung. Und wo ist es einfacher als da? Ja, ich fülle mir jetzt regelmässig meinen Chai in ein altes Einmachglas, mach den Deckel drauf und ziehe los. Ich mag Einmachgläser, weil es sie erstens in jeden Grössen gibt, man sie zweitens total leicht recyclen kann, weil sie drittens so schlicht und hübsch aussehen und viertens kriegt man sie locker wieder sauber, weil sich keine Flüssigkeit in unzugänglichen Ritzen sammeln und vor sich hingammeln kann.

Wer das zu uncool findet, könnte sich einen dieser stylischen Mehrwegbecher gönnen.


Aus Glas und Kork bei RRREVOLVE:

Aus Bambus bei CHANGE MAKER:



Jetzt muss ich dir aber beichten, dass ich selber noch nicht das optimale Chai-Sirup Rezept gefunden habe. Jedes Mal experimentiere ich ein bisschen mit den Zutaten, aber vor allem mit den Proportionen.

 

Was für mich aber jedes Mal reingehört ist:

- natürlich Zucker und Wasser

- Zimt

- Kardamom

- Vanille

- Schwarztee

- Anis

- Pfeffer

- Muskatnuss

 

Läuft dir auch schon das Wasser im Mund zusammen? So findest du hier und hier zwei Rezepte. Übrigens: die Zutaten gibt's auch unverpackt, zum Beispiel bei unverpackt Luzern. Ich vermische dann jeweils beliebig viel Sirup mit kochendem Wasser und schütte dann den vorzugsweise aufgeschäumten Soyadrink dazu. mmmmh - so lecker!

 

Falls du zu faul zum selber-machen bist, so trink doch weiter Kaffee oder Versuchs mal mit diesem Sirup in Bioqualität - niammih! 

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Zippora Marti 

Schweiz

zippora.marti@gmail.com