HALLO NACHBAR*IN

willst du die Welt verändern

Willst du die Welt verändern, dann verändere dein Land.
Willst du dein Land verändern, dann verändere deine Stadt.
Willst du deine Stadt verändern, dann verändere deine Straße.
Willst du deine Straße verändern, dann verändere dein Haus.
Willst du dein Haus verändern, dann verändere dich.

Laotse (chin. Philosoph, 6. Jh. v.Chr.)

Ja, Mensch, ich will die Welt verändern, jedenfalls ein bisschen und darum habe ich vor ungefähr einem halben Jahr zum ersten Mal das Buch "jetzt retten wir die Welt" aufgeschlagen. Das Buch basiert auf dem Zitat von Laotse und behandelt, wie wir erst uns, dann unser Haus, unsere Strasse, unsere Stadt, unser Land und schlussendlich so unsere Welt verändern können. Ich fing an bei mir, danach bei meinem Haus und musste das Buch dann leider abrupt zur Seite legen, da ich damals echt keine Kapazität für meine Strasse hatte, doch diesen Punkt habe ich mir ganz fest vorgenommen und jetzt endlich angefangen umzusetzen. Zum Glück lässt dieses Wunderwerk von Buch dieses Leseverhalten ganz einfach zu, denn es ist voll mit unterschiedlichsten Inspirationen zum Thema, etliche Fachpersonen kommen zu Wort und Projekte werden vorgestellt. Es muss also nicht von A-Z durchgelesen werden - kann es vielleicht gat nicht - aber es ist optimal, um hin und wieder durch ein Kapitel zu stöbern.


Marek Rohde & Ilona Koglin
Kosmos, 14.09.2016 - 192 Seiten

Den ökologischen Fußabdruck so klein wie möglich zu halten, empfinden immer mehr Menschen als unverzichtbar für ein positives Lebensgefühl. Wie sich Nachhaltigkeit mit spielerischer Leichtigkeit in den Alltag integrieren lässt, dafür haben Ilona Koglin und Marek Rohde spannende Tipps und viele neue Ideen – angefangen von Ernährung und Wohnen bis zu Reisen in die weite Welt. Ihr schön gestalteter, inspirierender Ratgeber beantwortet Fragen, macht Mut und motiviert zum Mitmachen. Wer noch mehr erfahren möchte, kann die Themen auf der bucheigenen Website vertiefen



Die Strasse verändern - klar, da gibts bestimmt unendlich viele Möglichkeiten. Ich hab mich - neu inspiriert von diesem tollen Buch - mit selbstgemachtem Zitronenhummus bewaffnet, aufgemacht, bin von Klingel zu Klingel gegangen, hab mich vorgestellt (ich kannte da noch kaum jemanden) meine allfällig benötigte Hilfe angeboten und ihnen mein kleines Geschenk überreicht.


Ich träume von einer Nachbarschaft mit Menschen, die sich nicht nur grüssen, sondern die für einen Schwatz anhalten, sich gegenseitig aushelfen und unterstützen, mal was ausleihen und gemeinsam lachen.


Ja, meine Aktion damals hat jedenfalls nicht dazu geführt, aber so haben wir ein kleines Netzwerk aus Personen aufbauen können, die ähnlich träumen und die mit mir diese Woche ein kleines und ungezwungenes  Meet&Greet für alle aus der Strasse organisiert haben. Wir stellten ein paar Knabbereien auf und jeder brachte ein Getränk für sich und eines für einen Nachbarn mit - die Leute durften kommen und bleiben und auch gehen, wie sie wollten - es war wunderbar.


Was wir gemacht haben, ist nur eine von vielen Möglichkeiten und auch du kannst - je nach Ressourcen und Vorstellungen - deine Strasse verändern. Hier ein paar Ideen:

Umweg durch die Strasse
Warum auch immer auf dem schnellsten Weg nach Hause eilen? Nimm dir doch regelmässig Zeit und schlendere auf dem Heimweg durchs Quartier. Ich hab mir vorgenommen dafür in Zukunft eine Busstation früher auszusteigen, so vergrößert sich die Chance, einem Nachbarn zu begegnen, den ich dann freundlich grüsse und vielleicht mit ihm ein paar Worte wechsle.
 
Hallo Nachbar*in
Nimm dir mal ein bisschen Zeit und klingle bei einem, dir vielleicht noch unbekannten Nachbarn. Stell dich vor, biete deine Hilfe an und gib ihnen etwas selbst Gemachtes oder ein bisschen Obst aus dem Garten, um das restliche Eis zum schmelzen zu bringen.
Hier mehr dazu.
Kaffekränzchen
Lade deine schon bekannten Nachbarn zu einem Kaffekränzchen oder Open House ein.
Strassenfest
Organisiert gemeinsam ein Quartierfest. Von klein und unkompliziert (siehe oben) bis gross mit Grillade und Hüpfburg ist da alles möglich. Auch ein Flohmarkt oder ein kleines Konzert in der Strasse würde bestimmt Anklang finden.
Strukturiert?
Besuche alleine oder mit einem Nachbarn den Quartiersverein oder - falls noch es noch nichts ähnliches gibt - gründet direkt selber einen und verteilt so die Verantwortung und plant Projekte. So wird das Netzwerk besonders stabil.
Lokal einkaufen
Besuche doch mal den Friseur nebenan, triff dich auf ein Kaffee in der nahen Bäckerei oder tätige deinen Einkauf beim kleinen Einzelhändler in der Strasse. So förderst du das lokale Geschäft, deine Bekanntschaften und sparst Zeit, da du nicht immer direkt in die Stadt fahren musst. 
Hier mehr dazu.
Dauerhaftes Angebot
Wie wärs mit einem öffentlichen Bücherregal, einem Tauschkasten für Spielzeug, Werkzeug und Co, oder einem Gemeinschaftsgarten mit Bienen und Platz für andere Wildtiere - darüber würden sich bestimmt auch alle freuen und vor allem könnten sich alle beteiligen.


Na, wie funktioniert seine Nachbarschaft?
Kennst du die Leute, die da wohnen, überhaupt?
Was könntest du tun, um deine Strasse offener und freundlicher zu gestalten?

 

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Zippora Marti 

Planet Erde

zippora.marti@gmail.com