der Bezug zu den Dingen

M E H R  M A T E R I A L I S M U S

In unserer schnellebigen Wegwerfgesellschaft mit einem mehr als übersättigten Markt, auf welchem jedes Produkt ganz leicht und ohne viel Geld ersetzt werden kann, haben wir irgendwie den Bezug zu dem Material an sich verloren. Obwohl in jedem Ding wertvolle Ressourcen und menschliche Arbeit stecken, schmeissen wir es oft achtlos weg und da scheint es mir so wichtig wie nie, einen gesunden Materialismus wieder herzustellen.



Wir müssen wieder neu lernen unseren Stil zu definieren und gut auszusuchen, was wir kaufen und haben wollen. Nur anschaffen, was uns wirklich gefällt, uns lange Freude bereiten und auch genau so lange halten wird. Den Gegenständen Sorge zu tragen, sie zu pflegen und reparieren, wenn nötig. Für sie ein neues zuhause zu suchen, wenn sie uns nicht mehr gefallen, ihnen durch Upcycling ein neues Leben zu schenken oder, wenn sie nicht mehr zu retten sind, artgerecht zu recyclieren/entsorgen.

REDUZIEREN:

Weil ich nichts Überflüssiges besitzen möchte, will ich reduzieren was ich schon habe und auch das, was ich neu anschaffe. Was zu viel wäre, muss also gar nicht erst gekauft werden. Wenn ich etwas entdecke, was ich gerne hätte, lasse ich mir jeweils mindestens eine Woche Zeit und schaue dann, ob ich es wirklich noch brauche.



PFLEGEN:

Die Wäsche kann auch weniger heiss gewaschen werden und sie bleibt länger schön, wenn man sie nicht im Trockner, sondern an der Leine trocknen lässt. Schuhe leben länger, wenn sie ab und zu eingecremt werden. Haushaltsgegenstände regelmässig gründlich reinigen... diese Liste könnte unendlich weitergeführt werden.

REPARIEREN:

Was passiert, wenn`s passiert ist? Früher hat in meiner Familie die Oma regelmässig unsere Kleidung repariert und geändert. Doch wer macht es jetzt, wo sie doch nicht mehr da ist? Könnte ich nicht auch selber diesen Job übernehmen, zumindest bei meinen Kleidern? Doch wie sieht es mit der defekten Deckenlampe oder dem Mixer, der nicht mehr macht was er soll, aus? Wenn du es nicht selber flicken kannst, hat vielleicht jemand in deinem Umfeld die passenden Fähigkeiten, sonst kannst du das Teil auch einfach zum Schneider/Schuhmacher/Schreiner/Schosser bringen oder damit ein Repair Cafe besuchen und die Sache so gleich gemeinsam mit einem Profi angehen. Hier noch der Link zum Reperaturführer.


QUELLE: repair-cafe.ch


WEITERGEBEN:

Wenn du etwas nicht mehr brauchst oder ganz einfach jemand anderes mehr Freude daran haben könnte, gib es weiter. Hier findest du mehr Ideen dazu!



UPCYCLING:

Aus einem Shirt könnte ein neuer Kissenbezug werden, aus Stoffresten und alten Klamotten

eine Girlande, deinen Möglichkeiten sind da wohl keine Grenzen gesetzt. Und falls du jetzt Ideenlos rumsitzt: im Netz findest du bestimmt eine Möglichkeit, dein Teil in einer anderen Form weiter zu benützen.

ENTSORGEN:

Nutze die Chance, wenn wirklich gar nichts mehr zu retten ist, um das Produkt ein letztes Mal von allen Seiten zu betrachten und das Material zu analysieren und akzeptiere die Challenge es möglichst effizient zu rezyklieren, damit möglichst wenig Ressourcen verloren gehen. Ja, manchmal muss man da mit einem Schraubenzieher nachhelfen - juhui! Mehr Informationen zu Recyling findest du hier.

Kommentar schreiben

Kommentare: 1
  • #1

    Heidrun (Freitag, 27 April 2018 17:44)

    Du sprichst mir total aus der Seele. Die überquellenden Läden und den Massenkonsum finde ich furchtbar. Zudem kann man gut sehen, dass das beliebte Hobby des Shoppens niemanden wirklich glücklich macht. Mach weiter so mit deinen Beiträgen!


 

like it - share it!

 





 

Zippora Marti 

Planet Erde

zippora.marti@gmail.com