zerowaste vol. 3

mal Selbermachen und Reduzieren

Vor einer Weile hab ich angefangen eine Müllliste zu schreiben, nicht ganz konsequent zwar, aber immerhin. Auf diese Liste kommt alles, was bei uns im Müll landet. Und schnell habe ich gemerkt, dass der grösste Teil von unserem Müll von Essensverpackungen stammt und das, obwohl wir unterdessen fast alles unverpackt einkaufen. Da ist hier mal eine Schrumpffolie von einer Biogurke - wieder die grosse Frage was besser ist: Bio oder unverpackt? Ich weiss es noch immer nicht aber gut ist bestimmt beides und am besten beides auf einen Streich - Aber ja, der grosse Teil von Essensverpackungen in unserem Müll kommt aber nicht von unserem frisch gekauften Essen - wie eben dieser Gurke - sondern von Lebensmitteln, die wir schon fix fertig verarbeitet eingekauft haben, wie zum Beispiel Toastbrot!
Wir haben nicht viel Toast gegessen, bis letzten Herbst, als Mischa und ich in Hamburg bei Happenpappen so leckere Toastsandwiches entdeckt haben, die wir zu Hause natürlich direkt nachmachen wollten - zumindest ungefähr - aber die Toasts, na klar, gibts nur in einer Plastiktüte. Brot backe ich ja schon länger selber, so bin ich diesem Rezept gefolgt - et voila: mein Toastbrot.
Mit dem Selbermachen ist es aber so eine Sache, es geht wortwörtlich darum den inneren Schweinehund zu überwinden, denn es wäre ja wirklich leicht, alles zu kaufen: Brot, Hummus, Konfi, Sirup, Nudeln, Sugo, Teig, ... Aber ist es wirklich viel aufwändiger,  es selbst zu machen? Ja, am Anfang vielleicht schon, aber was, wenn man es zur Routine werden lässt? Was, wenn man es wieder normal werden lässt, zweimal die Woche Brot zu backen und im Herbst Gemüse zu dörren oder einzukochen? Vor allem, wenn man dann haargenau weiss, was im Endprodukt drin ist, woher es kommt und nebenbei eine Menge Müll reduziert (die einzelnen Zutaten lassen sich meist unverpackt kaufen - Ich schreibe darüber bald etwas ausführlicher für dich) , lohnt es sich für mich allemal. 


Selbermachen ist also definitiv eine der Lösungen, um Müll zu vermeiden. Als ich vor sechs Monaten auf pflanzliche Milch umgestellt habe - mein Bauch dankt mir täglich dafür - war ich schnell erstaunt über meinen wachsenden Müllberg (Kuhmilch habe ich vorher jeweils offen in der Käserei gekauft). So habe ich angefangen diverse Rezepte auszuprobieren und glaub mir, ich bin viel gescheitert dabei. Unterdessen bin ich bei Haselnuss gelandet, das perfekte Rezept habe ich aber noch immer nicht gefunden, aber es kann ja nicht überall so leicht sein wie beim Toastbrot.

Was mir auch hilft, ist, zu reduzieren. Wenn ich halt leider noch nicht die optimale selbstgemachte Milch gefunden habe, kaufe ich weiterhin meine Soyamilch aus französischem bio Soya und trinke eben einfach weniger davon. In meinen täglichen Chai-Latte kommt also nur noch ein die Hälfte an Milch wie bisher, der geschmackliche Unterschied zu gering und die Müllersparnisse zu gross, als das sich das nicht lohnen würde.



Auch Hummus und Sirup habe ich schon immer selbst gemacht, da tausendmal besser als gekauft. Und auch Pesto schmeckt besser aus der eigenen Küche. Bald möchte ich es auch mit Pasta und eingelegtem Gemüse probieren, mit letzterem muss ich aber wohl bis nächsten Herbst warten.

Was aber wenn man sich ein ganzes Menu kaufen möchte. Naja, erstens gibt es auch da ganz leichte Rezepte für ein selbstgemachtes Zmittag, damit man kein Plastikverpacktes-Fertig-Mikrowellen-Menu kaufen muss. Ideen dazu findest du hier. Und wenn du übrigens dein eigenes Böxli oder Glas zum Takeaway nimmst oder dein Wachstuch zum Sandwichstand, kannst du es dir da einfüllen bzw. einwickeln lassen. Mehr Inspiration dazu hier.


 

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Zippora Marti 

Planet Erde

zippora.marti@gmail.com