B A T H R O O M

green`up your bathroom

Tausend Fläschchen und Tübchen stapelten sich auf meinen Simsen im Badezimmer, bevor ich mich das erste Mal dazu entschlossen habe, zu reduzieren. Alles war doppelt und in mehrfacher Ausführung vorhanden. Ja okay, richtig schlimm war es nie, und doch fühlt es sich so an, wenn ich daran zurück denke. Ich zeige dir heute, wie dein Badezimmer in wenigen und einfachen Schritten minimalistischer, nachhaltiger und nackter (nackt=unverpackt) und somit auch einfacher werden kann.

1. Vereinfachen:

Meist reicht von jedem eines. Bei uns gab es früher ein Duschgel für mich, eines für ihn, noch  eines, das anders riecht, ein Intimwaschgel und natürlich noch das Shampoo. Wer braucht das schon? Das Gleiche gilt für die Cremes: Aftershavelotion, Gesichtscreme, Bodylotion, Glitzerbodylotion... bla bla bla... da hilft vereinfachen, denn eigentlich reicht "one kind of each" für alle Hausbewohner und Körperteile. Eine neutrale Lotion kann von beiden und von Kopf bis Fuss verwendet werden, ebenso, wie eine Seife für alles reicht. Ein Shampoo teilen wir uns und daneben gibts noch die Gesichtsmaske. Auch die Schminke hab ich auf die Teile reduziert, die ich jeden Tag benutze. Es geht nicht darum, einen leeren Spiegelschrank zu haben... Aber eben, ein bisschen vereinfachen hilft schon richtig viel.


2. Back to the basics:

Natron kann als Zahnputzmittel und Gesichtspeeling verwendet werden, Kokosöl oder Olivenöl als leichter Sonnenschutz und Bodylotion, ebenso wie als Lippenpflege, eine Spülung der Haare mit Essig verleiht diesen einen hübschen Glanz. Dazu findest du in diesem Buch viel viel Inspiration.

3. nacktes Kaufen:

Geht es dir wie mir und du wirst ganz konfus bei all den Produktelabeln, Beschreibungen und Etiketten. Die oben genannten Basics (Öle, Natron, Essig) gibts im Unverpacktladen, beziehungsweise in der Apotheke ganz nackt - ohne Verpackung. Doch wenn dir das mit den Basics zu langweilig, nicht genug wohlriechend oder was auch immer ist, gibt es dennoch schon ganz viele Pflegeprodukte hüllenlos.

 

Das Einsteigermodell um Unverpacktluft zu schnupper, wäre das feste Shampoo von Lush. Doch dann geht's weiter mit Pflegespülung, Bodylotion, Duschgel, Badezusatz, Lippenpflege - alles ganz ohne Mll drum herum. Wer flüssiges lieber mag, kann sich seine Seifen auch in einem Unverpacktladen abfüllen und Shampoobars und feste Seifen gibt's auch nackt in Bioläden etc. 

4. Selber machen

Bei allem, was du selber machst, weisst du genau, was drin steckt. Du kannst jede Zutat genau dosieren und dein perfektes Rezept austüfteln, indem du mit den Mengen experimentierst. Mein Deo zum Beispiel mische ich mir aus Kokosöl, Natron, Ätherischem Öl und Maisstärke selber (Rezept folgt), auch für Badekugeln brauchst du ähnliche Zutaten (Rezept hier), und die Lippenpflege ist innerhalb von Minuten fertig und du brauchst dafür nur Bienenwachs und Olivenöl (Rezept hier). Auch das Internet ist voll mit Rezepten, wie man Kosmetik selber machen kann. - einfach drauflossuchen und wagen!


5. Was ist drin?

Auch wenn du dir ein bestimmtes Produkt nicht selber machst kannst du auf die Inhalsstoffe achten. Wurden sie biologisch und fair angebaut, sind sie überhaupt gut für meinen Körper. Ob sie fair und biologisch sind, findest du meist ganz einfach mit einem Blick auf das Etikett heraus, da ist das mit den Inhaltsstoffen und wie gut diese für deinen Körper sind, schon etwas schwieriger. Wer versteht schon all die fast unaussprechlichen Namen dieser Zutaten? - da hilft nur Toxfox fragen - die Schlaue App sagt dir, ob das Produkt in Ordnung ist, oder ob du es nicht doch besser einfach stehen lässt, da es voll ist mit Giften, die deinem Körper schaden können.


Du hast jetzt sooo viele Ideen, doch keinen Plan, wie du am besten damit loslegst? - auch darüber hab ich mir Gedanken gemacht, in der Hoffnung dich bei deinem Prozess der Umstellung zu einem grüneren Badezimmschränkchen zu unterstützen. 

 

  1. Mir hilft es jeweils, alle Produkte auf dem Boden oder einem Tisch zu verteilen - nimm also am besten deinen Wäschekorb und lege alle Produkte rein, die sich in den Schränken, auf den Simsen und in den Schubladen deines Badezimmers befinden.
  2. Suche jetzt ein geeignetes Platz in deiner Wohnung für deine Auslegeordnung.
  3. Nimm jetzt ein Produkt nach dem anderen aus dem Korb und sortiere sie nach folgendem Diagramm. Am Ende sollten drei Haufen übrig bleiben; BEHALTEN, VERSCHENKEN, ENTSORGEN. 

Was bleibt, wird ordentlich ins Schränkchen zurückgeräumt. Was noch verschenkt werden kann findet vielleicht bei einem Freund ein neues zu Hause oder landet ins Brockenhaus - je nach Produkt ist das geeignet oder eher nicht. Was übrig bleibt wird fachgerecht entsorgt. 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

 

like it - share it!

 





 

Zippora Marti 

Schweiz

zippora.marti@gmail.com