verändern

tun, was ich kann, um zu ändern, was ich muss

Wenn ich mich so umschaue, sehe ich, was man alles ändern könnte. Ich sehe, was ich alles tun und verändern könnte. Ja, ich möchte all diese Projekte anreissen, durchziehen und so die Welt verändern, sei es wenig oder viel. Ja, ich würde all das tun, wenn ich könnte, wenn ich genug Zeit hätte oder einfach ein Oktopus mit acht Armen wäre. Doch viel mehr bin ich ich, einfach eine Person mit zwei Händen und einem Gehirn, immerhin, aber eben nur das. Ich kann nicht alles verändern, was ich möchte, ich muss mich fokussieren auf das, was ich kann und was ich am meisten will von dem, was ich will. Und ja, das können nicht acht Sachen sein, weil ich eben kein Oktopus mit acht Armen bin. Und das ist weder schlimm noch nicht in Ordnung.

 

Ist es nicht die Bürde eines jeden, zu tun, was er kann um zu ändern was er muss?

Ja, aber er muss nicht alles. Er muss nicht alles und jeden verändern, so lange er tut, was er kann. 

Vor einer Weile hat mir Mischa von einem Gespräch zwischen ihm und einem guten Freund erzählt. Dieser sagte so ungefähr: «Weisst du, früher war mir alles egal, ich hab gekauft und gemacht, was ich wollte, immer und überall, so lange es günstig war und mir gefiel. Aber was deine Frau sagt, erzählt und tut, hat mich verändert. Ich denke nach und das nicht nur ein bisschen. Es ist mir wichtig, was ich kaufe und wo und eigentlich kann ich jetzt in fast keinen Laden mehr rein, da ich einfach zu viel weiss.»


Es hat mich berührt, tief tief tief berührt.  Ich kann nicht alles verändern, ja, aber ich kann verändern. Ich kann sagen, was Sache ist und was ich darüber denke, das ist alles. Ich hab sein Leben nicht geändert, ich hab nur meins geändert und er hat mich auf seine Art nachgeahmt. 

Ich hab letzthin ein Gedicht zu dem Thema geschrieben. Es handelt genau davon, dass wir sehen, was wir alles verändern könnten, es aber nicht können und darum einfach tun, was wir können. Enjoy.

 

MEIN TEIL FÜR EINE BESSERE WELT

 

Hier bin ich.

Hier sage ich, was ich denke.

 Hier tue ich, was ich will.

 Hier bin ich, wer ich bin.

Hier bin ich zu Hause.

 

Da draussen ist die Welt.

Da bin ich ein Teil der Gesellschaft.

 Ich versuch sie zu ändern.

 Versuch sie zu formen.

 Mein Teil für eine bessere Welt.

 

Ich bin immer noch ich.

 Sag immer noch was ich denke.

 Tue immer noch was ich will.

 Ich tue, was ich kann,

 um zu ändern was ich muss.

 

Ich wünschte, es hängt nur an mir,

 Doch es hängt an mir, an dir, uns allen.

 

Und ich bin ein Teil,

 ein kleiner Teil wie du.

 Ein Teil, wie wir alle.

 

Ein Teil, der sagt, was er denkt.

 Ein Teil, der tut, was er will.

 Ein Teil, der ist wer er ist.

 Ein Teil, der tut, was er kann

 um zu ändern, was er muss.

 

Ich übernehme Verantwortung.

 Meine Verantwortung.

Ich tue, was ich kann,

um zu ändern was ich muss.


 

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Zippora Marti 

Schweiz

zippora.marti@gmail.com