detox days

einfach mal ohne.

Es ist ein freier Tag und wir sind am packen und rümpeln und putzen. Gleich fahren wir in den Urlaub, der kleiner Koffer ist schon fast bereit und während der Haufen an Kisten für den Umzug immer grösser wird und die Wohnung ihren letzten Schliff für die kommenden Besichtigungen erhält, überfällt mich die Vorfreude über unser baldiges, ja schon greifbares Wegfahren. Endlich mal Zeit zum Nichts tun und denken und schreiben. Zeit ohne immer und überall online zu sein und mit Gedanken in unserer manchmal so hässlichen Parallelwelt verloren zu gehen. Ich freue mich darauf, endlich wieder einmal Zeit für mich zu haben, Zeit zum atmen und träumen.

Wir fahren, nach den vier Tagen Familienurlaub in Norditalien, mit dem Zug (was ja an sich schon eine Entschleunigung darstellt) nach Südportugal und verbringen eine ganze Woche in einem Feuerwehrwagen mitten in der Pampa. Da gibt's in den umliegenden zehn Kilometern wohl nichts ausser Hügel, Täler, Bäume und Sonne. Wahrscheinlich noch ein paar mehr oder weniger reizvolle Tierchen und die Glamping-Nachbarn. Sonst Nichts.


 

Wie genial wir doch sind,

 wir zivilisierte Menschheit:

 Wir haben die Welt nach unseren Plänen bebaut

 und sie mit einer Parallelwelt ergänzt.

 

Wir sind klüger als gestern

 und dümmer als morgen.

 Wir wollen immer höher,

 wollen immer mehr

 und tüfteln an unseren Welten.

 Die Eine schöner als die Andere,

 die Andere glänzender als die Eine.

 Mehr und mehr und grösser und schöner.

 

 

Wir pumpen uns voll

 und vergessen oft ganz:

*

 Einfach mal innezuhalten und

 *

zu atmen und

 *

 still zu sein und

 *

sein.

 

 

Wir vergessen zu sein

 und pumpen uns voll.

 

 

Wir pumpen uns voll

 und vergessen was wichtig ist.

 

 

Wir vergessen zu leben,

vergessen zu träumen,

vergessen zu sein.

 

8.17. Zippora


Ja, wie ich mich darauf freue, mich wieder ans Leben und Träumen zu erinnern, Zeit zum nachdenken zu haben und meinen Fokus zu richten. Ich freue mich, einfach mal ohne Nachrichten und Neuigkeiten zu sein. Einfach mal wieder zu sein, ohne zu müssen und vor allem ohne zu denken, dass irgend etwas zu kurz kommen könnte.


 

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Zippora Marti 

Schweiz

zippora.marti@gmail.com