BYE BYE SCHWEINEHUND

Von Hunden, Schnecken und der heilen Welt

Meine Blogpause ist noch nicht zu Ende, und doch wollte ich mir diese Parade nicht entgehen lassen. Es geht um den inneren Schweinehund und dass wir ihn doch endlich an die Leine nehmen sollten. Und naja, da es bei mir ja fast immer um dieses Thema geht, habe ich mich dafür neu erfunden und mit dichten angefangen. Und das trage ich euch jetzt vor. Also: Bitte nicht lachen! Denn das kostet mich schon ein bisschen Mut! - Achtung: Die Lautstärke muss gaaanz nach oben oder Kopfhörer an.



 

Von Hunden, Schnecken und der heilen Welt.

 

Du kannst nicht sein, wenn du nicht hast.

 

Hast du, bist du besser als die anderen.

 

Schön und schlau und toll,

 

begabt und wundervoll.

 

Alles kannst du, hast du, bist du, sein.

 

Wie Hans sind wir in unserm Loch

 

und denken uns gehört die Welt.

 

Wir haben, sind und wollen stets noch mehr,

 

Ist denn alles grenzenlos?

 

 

 

Diesen Hund in mir nehm` ich ans Seil,

 

denn all der Dreck von meinem Tun,

 

den pustet er nicht weg.

 

 

 

Ja, ich will atmen - Atem geben.

 

Leben, Leben geben. Frei sein, Freiheit geben.

 

Neben mir, da zählst auch du

 

Und auch der Rest von dieser Welt.

 

Es geht um mich, um dich, uns alle.

 

 

 

Nicht nicht, nur weniger, anders, besser.

 

Ein kleiner Schritt in Richtung heile Welt.

 

 

 

Ist sie nicht das, was du dir wünschst?

 

Copyright 2017 zippora



Ein Schritt in Richtung heile Welt, sei er noch so klein, du kannst ihn machen. Ich habe dir für verschiedenste Themengebiete ein paar Ideen zusammengestellt - Natürlich mit unterschiedlichen  Schwierigkeits- und Auswandlevel. Damit es auf jeden Fall für Jedermann etwas dabei hat.


Kleidung - Buy less, chose well, make it last. V.W

  • Das Zitat von Vivienne sagt alles. Kauf doch mal etwas NICHT.
  • Wenn du was kauft, such es dir gut aus. Kann ich es gut kombinieren und werde ich es lange tragen?
  • Kaufe ab und zu secondhand.
  • Erkundige dich, wo und unter welchen Bedingungen deine Sachen produziert wurden.
  • Achte auf Bio und Fairtradesiegel. Auf der Fairmap findest du eine Liste mit vertrauenswürdigen Shops!
  • Pflege deine Kleider und Schuhe. Hier findest du ein paar Tipps dazu.
  • Gute Qualität lässt sich länger tragen - dafür kann man gut ein paar Franken mehr investieren.
  • Reparier sie selbst oder bring sie zum Schneider/Schuster, wenn sie kaputt sind.
  • Gestalte Kleidung und Schuhe neu. Unter "Refashion" auf Pinterest findest du viele Ideen dazu.
  • Tausche mit Freunden oder Fremden. "Walkincloset" zum Beispiel veranstaltet  Tauschparties in der Schweiz.
  • Spende deine alte Sachen an eine Flüchtlingsorganisation oder ein Asylantenheim.
Hier habe ich mehr zu diesem Thema geschrieben.
Essen - du bist, was du isst.
  • Du bist was du isst - darüber lohnt es sich schon einmal nachzudenken.
  • Saisonal und regional einkaufen. Hier gibt's das tollste Schweizer  Saison-Poster, damit du immer weisst was gerade  hier wächst.
  • Pestizide belasten uns und die Umwelt - kaufe mal Bio.
  • Auch wenn du denkst du könntest mit den Antibiotika in Fleisch und Milch einen Arztbesuch umgehen, ist es besser darauf zu verzichten ;-), ja, auch hier kann man auf Bio achten.
  • Verzichte ab und zu bewusst auf Fleisch. (Hast du gewusst, dass man 5 mal so viele Leute ernähren könnte, wenn wir die pflanzlichen Lebensmittel nicht den Tieren, die wir später essen, verfüttern sondern selber essen würden?)
  • Veganer sind auch Menschen. Du musst nicht so leben, es hilft aber schon, wenn du sie nicht bekämpfst oder auslachst wie es letztens die Lady in der Titelstory von Blick am Abend tat. - sorry ich finde den Artikel online nicht.
  • Und wenn wir schon beim Thema sind - mal vegan kochen lohnt sich definitiv. Mein (und auch Mischas) allerliebster Lieblingskuchen ist vegan - hier findest du das Rezept. Und hier findest du die besten Gründe, das mal auszuprobieren.

 

Haushalt - oder Ökotraumschloss?

  • Wasche und Spüle mit Nachtstrom
  • Wähl mal das Energiesparprogramm
  • Auch bei Putz und Waschmitteln gibt es Qualitäten die der Umwelt nur den geringstmöglichen Schaden zufügen - frag doch mal bei deinem Supermarkt danach.
  • Viele Probleme lassen sich mit Natron lösen. Ich weiss, darüber schulde ich dir noch einen Artikel - hier findest du aber erstmals ein grosse Aufzählung der Anwendungsmöglichkeiten.
  • Trenne deinen Müll. Ja, sogar Plastik kann separat entsorgt werden. Hier findest du eine kleine Hilfe dazu.
  • Kompostiere deinen Dreck. Gartenkompost, Stadtkomposthaufen, Bokashi-Kompost oder Wurmkompost - bei so einer Auswahl gibt es wohl keine Ausrede mehr.
Kosmetika - Spieglein, Spieglein an der Wand.
  • Dusche mal ein bisschen weniger heiss als es dein Körper gerne hätte.
  • Auch zu zweit duschen spart Wasser
  • Achte auf Naturkosmetik. Hier findest du eine gute Übersicht vertrauenswürdiger Labels.
  • Versuchs mal mit festen Seifen zum Haare waschen & Co. Ein Artikel zu diesem Thema kommt bald.
  • Auch Kosmetik kann man ohne Verpackung in "Unverpackt-Läden" kaufen.
  • Mach`s doch mal selber. Im Netz findest du tausend Rezepte um deine eigene Kosmetik zu mischen.
  • Trau dich ab und zu ungeschminkt das Haus zu verlassen. - das spart Kosmetik.

 

Einkaufen - haben, haben wollen, immer mehr.

  • Achte darauf, dass die Gegenstände, die du kaufst, repariert werden können.
  • Achte auf gute Qualität, damit du nicht so bald dasselbe wieder kaufen musst.
  • Auch hier lohnt sich secondhand. Der Kleiderschrank, den ich für vier Franken auf Ricardo ersteigert habe, ist um einiges solider als Mischas Schrank, den er für 100.- beim schwedischen Möbelriesen ergattert hat. Meiner hat übrigens auch den Umzug überlebt.
  • Besuch ein Repair Café, falls du mal was zu reparieren hast.
  • Mach mal wieder etwas selber. Hier findest du Anleitungen zu meinen Projekten.
  • Fast alles, was wir kaufen, ist irgendwie verpackt. Versuch mal Zerowaste einzukaufen. Hier habe ich mehr zu diesem Thema geschrieben.
  • Frag nach! Wo und unter welchen Bedingungen wurde das Produkt hergestellt?
  • Auch Besitz kann öko sein - auf der Fairmap findest du einige inspirierende Shops.
  • Was noch hübsch ist aber du nicht mehr brauchst, könntest du über Give&Need direkt an Flüchtlinge weitergeben.

 

Unterwegs - öko to go

  • Fahr mal wieder mit der Bahn.
  • Bring dein Fahrrad in Schuss und pedale wieder einmal zum Supermarkt oder zur Arbeit.
  • Steck ein Wachstuch und ein Einmachglas in deine Tasche für den Abstecher beim Take-Away oder Bäcker.
Geld - Money makes my life go green.
  • Teilen macht Freunde und Besitz ist so oder so relativ. Lass hin und wieder eine Münze oder einen Notenpapierflieger in einen Hut fallen.
  • Gemeinsam können wir mehr bewirken. Investiere ein Teil deines Geldes in nachhaltige Projekte. - ich empfehle dir hier bewusst nichts - bin aber überzeugt, dass du ein tolles Projekt findest.
  • Wechsle zu einer grünen Bank, sie handelt mit deinem Geld zum Wohle der Umwelt 


Huch - das sind erstmals viele Ideen, ich weiss. Ich glaube zu verzweifeln, da man sooo viel besser machen könnte und sich wohl diese Liste unendlich verlängern lässt. Lass dich davon bitte nicht ernüchtern. Wie gesagt, es sind ja auch viele kleine Schritte bis in die heile Welt. Such dir einfach einen Punkt aus und fange an, einen Fuss vor den anderen zu setzen. Mut Mut!


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Zippora Marti 

Schweiz

zippora.marti@gmail.com