FAIRPHONE

move in the right direction

Hach ich bin so ein Technikbanause, dass ich nicht einmal weiss, mit welchen Worten ich diesen Artikel beginnen soll. Ich bin total begeistert von (meinem) Fairphone - doch wenn du mehr über dessen technische Ausstattung wissen möchtest, wirst du hier besser informiert. Ich möchte dir nur erzählen, was mich an diesem Gerät und dem Projekt dahinter so fasziniert.

So chaotisch wie ich bin, muss mein Handy auch einiges aushalten können und  da ist das Fairphone bestens geeignet, denn die hintere Abdeckung ist gleichzeitig der perfekte Schutz vor Wasser, Staub und Stürzen von bis zu 2 Metern. Das Telefon kann ganz einfach und ohne technische Begabung in sieben Teile zerlegt werden. Man löst das Case, um an alle anderen Teile heran zu kommen. Zwei kleine Schieber müssen betätigt werden und dann kann das Display in weniger als 5 Sekunden entfernt werden. Um das Top-Modul (Empfänger, Headset-Anschluss, LED, Ambient-Light, Näherungssensor und Frontkamera), Bottom-Modul (Lautsprechern, Vibrationsmotor, USB-Anschluss und Mikrofon) und die Kamera zu ersetzen, brauchst du nur einen kleinen Schraubenzieher. Natürlich kann man nicht nur die bereits erwähnten Teile ersetzen, sondern auch das Hauptmodul (enthält alle weiteren wichtigen Funktionen wie Speicher, Konnektivität etc.) und den Akku. Somit braucht man nicht direkt ein neues Gerät zu kaufen, wenn wie bei mir, einfach das Mikrofon aussteigt oder das Case von einem Sturz auf den Boden zerstört ist. Alle Teile können ganz selbstständig ersetzt werden, die zurückgesendeten Module werden in ihre Einzelteile zerlegt und für neue Smartphones gebraucht.



Leider ist der Abbau der Rohstoffe, die für ein Telefon benötigt werden, nicht unbedenklich. Auch bei Fairphone ist das der komplexeste Punkt in ihren Zielen der Nachhaltigkeit. Im Fairphone 2 stecken 40 verschiedene Materialien, die meist mit einer Vielzahl sozialen,  gesundheitsschädlichen und ökologischen Problemen in Verbindung stehen. 38 der Materialien wurden genauer unter die Lupe genommen (hier findest du den Bericht dazu). Von diesen 38 Rohstoffen hat die Firma zehn ausgewählt, die sie jetzt Schritt für Schritt aus nachhaltigen und konfliktfreien Quellen beziehen. Es sind genau diese zehn Materialien, bei denen sie sich das grösste Potenzial einer positiven Veränderung versprechen.

Auch für gute Arbeitsbedingungen wird gesorgt. Fairphone lässt zwar wie fast alle Elektronikhersteller ihre Telefone in China produzieren. Jedoch wählen sie ihre Lieferanten sorgfältig aus und arbeiten mit verschiedenen NGOs und Expertengruppen zusammen, um gemeinsam mit den Fabriken ein gutes Arbeitsklima zu ermöglichen. Dabei wird auf die Gesundheit und Sicherheit der Arbeiter geachtet, sowie auf faire Bezahlung, die Vertretung der Arbeitnehmerinteressen und geregelte Arbeitszeiten.



Ja, auch wenn es grossartig ist, was Fairphone alles tut, sind sie keinesfalls über alle Zweifel erhaben. Es ist nicht viel mehr als ein Schritt in die richtige Richtung. Ein Schritt Richtung faire Arbeitsbedingungen, nachhaltige Rohstoffe, recyclingorientiertes Denken, Langlebigkeit und last but not least ein Schritt Richtung Transparenz. Denn auch wenn noch nicht alles genau so läuft, wie es Fairphone gerne möchte und es eigentlich auch sein sollte, sagen sie wenigstens was Sache ist. Du weisst genau, welcher bezahlter Franken wo landet (Kostenübersicht) und wo genau was abgebaut und produziert (Karte) wird. Am sympathischsten ist mir, dass sie auf ihrem Blog ganz transparent über ihre Schritte in Richtung faire Elektronik informieren.

Ich bin übrigens seit dieser Woche Fairphonebotschafterin für Faircustomer. Auf deren Webseite findest du das Interview dazu - have fun and happy Monday!

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Kommentare: 1
  • #1

    Luki (Dienstag, 02 Mai 2017 12:57)

    Weles Formular muesi usfüue zum sones Fairphone z gwünne?


 

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Zippora Marti 

Schweiz

zippora.marti@gmail.com