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sklavenfrei

Diese Woche sind die Medien wieder einmal voll mit Berichten über die Bedingungen in der fernöstlichen Kleiderproduktion. (SpiegelNZZ Bellevue und Watson haben darüber geschrieben) Wenig Wasser, Kinderarbeit, Überstunden, schlechtes Licht. Nur weil es jetzt wieder einmal publik wird, ist es noch lange nichts Neues. Und ja, ich selber habe leider noch nicht ganz den Durchblick, warum die eine NGO die andere, jedoch gleichgesinnte Organisation kritisiert und warum welche Medien, wie Stellung zu diesem Thema beziehen. Doch auch wenn man die westlichen Streitereien der NGOs und die Meinung der Medien herausfiltert, bleiben erschütternde Fakten zurück (SIEHE VERLINKTE TEXTE WEITER OBEN). Leider auch die Tatsache, dass alles eine zweite Sichtweise hat und man die Sachlage vor dem jeweiligen kulturellen Hintergrund und den individuellen Verhältnissen des Arbeiters betrachten sollte, relativiert die Situation nur gering.

Ja, ganz ehrlich, wer von uns möchte tagelang bei grösster Hitze, schlechtem Licht, Hunger, Durst, Schmutz, Lärm und Zeitdruck die Kleidung für ganz Europa nähen? Und wer möchte Überstunden machen müssen, um sich auch nur etwas mehr als das Allernötigste leisten zu können? Ohne Vertrag und somit ohne Rechte? Ich wollte das nicht tun müssen. Und da kann ich ja froh sein, dass es nichts mit mir zu tun hat. Doch halt mal: Ist das nicht die grösste Lüge? Verschliessen wir da die Augen, um unser Gewissen zu schützen? Denn wenn dieses Kleid dann bei mir im Schrank hängt, hat es sehr doch wohl etwas mit mir zu tun.



Ja, es hat sogar sehr viel mit mir zu tun. Ich persönlich will nicht, dass jemand anderes für meine Sachen bezahlen muss.  Ich weiss, das Wort Sklaven klingt hart, aber so nennt man das nun einmal, wenn ich nicht selber bezahle. Als ich mir vor einem halben Jahr zum Ziel gesetzt habe, nur noch fair zu kaufen, hatte ich keine Ahnung, wie ich das anstellen sollte.. Obwohl es sehr zeitintensiv ist, begann ich zu recherchieren, zu welchen Bedingungen die Dinge, die ich brauchte, hergestellt wurden. Ich suchte nach alternativen und besseren Lösungen und liess mich nicht unterkriegen von den Menschen, die das für unmöglich hielten. Ich entdeckte Shops und Brands (siehe FAIRMAP), denen ich vertrauen kann, lernte die Gütesiegel zu lesen und Fast Fashion Stores zu umgehen.  Und ganz ehrlich - ich hab mich richtig schnell an diesen neuen Lebensstil gewöhnt und jetzt läuft es wie von selber.  

 

- schreib mir, falls du mehr Informationen über dieses Thema möchtest - ich helfe dir total gerne weiter! -


In St. Gallen gibt es im Moment die passende Ausstellung zum Thema: "Fast Fashion - die Schattenseiten der Mode", und ich weiss, dass einige von euch da auch gerne hinmöchten. Und weil zusammen alles ein bisschen besser ist, findest du HIER ein Doodle mit viielen Terminvorschlägen. Trag dich doch ein, falls du Lust hast, dabei zu sein. 

Einsendeschluss: 28.02.2017 - den definitiven Termin werde ich schnellstmöglich bekanntgeben.
Ort: Vadianstrasse 2  
CH-9000 St. Gallen
Preis: ca 30.- (je nach Gruppengrösse und Uhrzeit der Führung

Übrigens: Der FAIRMAPWETTBEWERB ist in vollem Gange! - sei dabei.

HIER geht's zur Verlosung.


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Zippora Marti 

Schweiz

zippora.marti@gmail.com