RECYCLINGPOT

von Müll und Magie

Seit ich mir zum Ziel gesetzt habe weniger Müll zu machen, sehe ich bei jeder Gelegenheit unzählige Möglichkeiten, wie ich das tun könnte. Ich dachte an Taschentücher aus Stoff. Einen Behälter für Takeawayfood und Kaffees allzeit griffbereit in der Tasche zu haben.  Den Stoffbeutel fürs Gemüse, den man übrigens auch beim Bäcker für die frischen Brötchen verwenden könnte, sollte auch mit von Partie sein. Anstelle von Frischhaltefolie das Essen im Kühlschrank mit wieder verwertbaren Stoffhütchen zu schützen. Putzmittel und Duschgels selber machen um diese Plastikflaschen zu sparen. Im Zerowasteshop einkaufen. Und. Und. Und. Die Ideen sprudeln über.

Es ist ein Lifestyle, den ich Stück für Stück aufbauen möchte. Und ich glaube am Anfang steht ein kleiner Schritt, der jeder von uns machen könnte, wenn wir nur nicht so faul wären. Es geht um Abfalltrennung. Ja, wenn wir weniger verbrennen wollen, können wir uns auch mehr Mühe geben, unseren Müll so zu trennen, dass alles, was recycelt werden kann auch recycelt wird. Wie oft landen bei mir die kleinen Schokoladenverpackungen aus Aluminium, der Zuckerbeutel aus Papier und die Reisschachtel aus Karton einfach im schwarzen Sack. Und dann erst die Klopapierröllchen… die schaffen es bei mir nie bis zum restlichen Karton. Und das nur weil ich zu faul bin, das Zeug in den Richtigen Beutel in meinem Recyclingschrank zu schmeissen. Oder was ist mit den vielen Einweg-Plastikbehälter, die eigentlich aus PET bestehen und recycelt werden könnten? Wir müssten nur nach dem kleinen Stempel mit dem PET-Label suchen und es dann mit unseren PET-Flaschen entsorgen.



Trotz allen innovativen und kreativen Ideen,  sollte dieser Schritt ganz am Anfang stehen. Doch ich kenne mich nur allzu gut… dann muss es auf einmal schnell gehen und ich werfe trotz den guten Vorsätzen alles wieder in die selbe Mülltüte. Ich brauche ein praktisches System, dass alle Gründe, nicht zu recyceln in den Wind schlägt.

Deswegen hängt seit heute dieser Recyclingpot bei mir in der Küche. Alles, was zu klein ist, für dass ich es einzeln zu meinem Recyclingschrank bringen würde, und doch nicht in den Müll gehört, landet jetzt da drin.  Korkzapfen, Metalldeckel, Alufolie, und und und. Ist der Pot voll, nehme ich in bei der nächsten Entsorgungstour mit zum Werkhof.



Alles was du dafür brauchst ist eine alte Konservenbüchse und etwas Farbe. Mit Washitape verzieren, mit einem Nagel ein Loch rein machen und dieses dann mit einer Öse verzieren, eine Schnur durchziehen und et Voilà - dein Recyclingpot. Natürlich kannst du auch jeden denkbaren anderen Behälter zum Recyclingpot umfuntionieren; Hauptsache dein Müll landet da, wo er wirklich hingehört. Ja, diese Art von Magie ist so simpel und sinnvoll zugleich. Ein kleiner Schritt in eine bessere Welt.

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Kommentare: 1
  • #1

    Daniela (Samstag, 21 Januar 2017 16:25)

    ....sooo guuuut.... noch eine Person mehr, die entsorgt. :-) So happy!

    Hast Du bereits gewusst, dass Du sogar Plastik (falls doch mal Plastik im Haushalt auftaucht) rezyklieren kannst? Siehe dazu : http://sammelsack.ch/de/sammelsack-fuer-haushaltkunststoffe
    Du kannst auch mal bei deinem Werkhof nachfragen ;-).

    & noch ein Tipp wie Du nicht in die Bequemlichkeit zurück springst: Schau es als Selstverständlich an, schliesslich recyceln wir auch PET, Glas oder Alu (da sind wir ja Schweizer die Weltmeister - ist ja auch Selstverständlich?!). Jetzt kannst Du auch ins Detail gehen und jede Kleinigkeit rezyklieren und voilà so wird es auch selbstverständlich und völlig normal. Bonne Chance! :-)


 

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Zippora Marti 

Schweiz

zippora.marti@gmail.com