sich kümmern

Ich und mein Fussabdruck

Es ist jetzt Ende Jahr und ich schau auf die letzten paar Jahre zurück. Richtig viel ist da in meinem Leben passiert. Da war Deutschland und die Ausbildung, die Mädels-WG und die vielen schweizer Freunde die mich besuchten. Dann die Hochzeit, der neue Job als Schnittechnikerin, der Umzug, der Blog. Ja, es war richtig gut. Auch mein Lebensstil hat sich komplett verändert in dieser Zeit.

Damals war es mir ziemlich egal, wie ich lebe und wie sich das auf meine Umwelt auswirkt. Ich habe gegessen, was ich essen wollte. Ich habe gekauft, was ich kaufen wollte. Von der Klimaerwärmung dachte ich das gleiche, wie dieses amerikanische Frisurensöhnchen. Es ging um mich. Und mal ganz ehrlich, ich war nicht weniger glücklich als heute. Ich war noch in Deutschland, als ich langsam anfing, mir über mein Verhalten Gedanken zu machten. Ich begann im Supermarkt die Produkte mit dem EU BIO Siegel zu kaufen. Ich stand damals total auf Lemonaid (die machen aber echt gute Arbeit) und Butternudeln mit viel BIO Rauchlachs. Als ich dann zurück kam, habe ich mich von einem Tag auf den anderen entschieden, komplett auf Fleisch zu verzichten. Wir wissen ja alle, wie viel Soja und Wasser für die Fleischproduktion verwendet wird. Diese Massnahmen haben mir erstmals gereicht.



Dann wurde mir bewusst unter welchen Umständen in Kleiderfabriken produziert wird. Nicht, dass ich das vorher nicht schon gewusst hätte, doch jetzt wurde mir das Schicksal der Menschen am Anfang der Herstellungskette immer wichtiger. Ich habe angefangen, bei Kleidung auf die Siegel, die die faire Produktion bezeugen,  zu achten. Bald war dann Kleidung und Essen nicht mehr genug und ich versuchte möglichst alles, von elektronischen Geräten über Deko zu Kosmetik, aus wirklich verantwortungsvollen Quellen zu beziehen.

Mittlerweilen fasziniert mich sogar die ZEROWASTE Bewegung, die ich vorher für totale Übertreibung hielt. Ich merke, dass mein Müll und mein Strom- und Wasserverbrauch definitiv Auswirkungen auf die Klimaerwärmung haben. Und auch wenn ich hier immer noch im Winter friere, verlieren anderswo tausende Menschen  ihre Existenz durch Katastrophen, die auf die Klimaerwärmung und den  damit verbundenen Anstieg des Meeresspiegels zurück zu führen sind. Ich weiss jetzt, dass ich mich auch um die Erde kümmern muss, wenn ich mich um die Menschen kümmern will.  

Es geht um meinen Fussabdruck, darum, was ich für unsere Nachkommen zurück lassen. Deshalb möchte ich mit meinen Verhalten wirklich Verantwortung übernehmen. Ja, jeden Tag ein bisschen mehr. Und glaub mir, das "sich kümmern" hat sooo viele Aspekte. Genau deswegen, ist dieser Blog die perfekte Chance für mich. Ich kann euch auf meine Entdeckungsreise mitnehmen, kann euch inspirieren. Wir können zusammen immer besser werden, ohne an Schönheit zu verlieren. Ja, wir können zusammen schön UND gut sein.

Übrigens; Diese hübschen und zuverlässigen Winterschuhe sind von der zertifizierten Kava Fabrik aus Leder, dass bei der Lebensmittelherstellung übrig blieb, hergestellt worden. Sie sind so robust, dass ich sie wohl 100 Jahre tragen kann, was ja durch und durch nachhaltig ist. Kaufen kannst du sie bei Glore - oooleh!


Mein Buchtipp zum Thema: FAIR FÜR ALLE!

 

Wie hängen unsere Vorliebe für Bio-Produkte, unsere Solidarität mit anderen sowie Wachstum als Grundprinzip kapitalistischer Wirtschaftssysteme zusammen? Beim Thema Nachhaltigkeit geht es um mehr als den Umgang mit Ressourcen. Es hat neben ökologischen und wirtschaftlichen ebenso soziale Implikationen, die unsere Gegenwart und Zukunft mitbestimmen. Um die globalen Verflechtungen des Themas aufzuspüren, kommen Experten aus Politik und Wissenschaft zu Wort, aber auch Blogger, Journalisten und Aktivisten. MEHR

 

Gefunden habe ich dieses Inspirierende Meisterwerk bei Change Maker!

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Zippora Marti 

Schweiz

zippora.marti@gmail.com