Feuer.

WEG DAMIT!

Letztens sass ich im Zug und dachte nach, also das, was wohl fast jeder im beim 

Reisen tut. Auf einmal stand ich vor meinem Zuhause, oder besser gesagt, vor dem was davon noch übrig geblieben ist. Alles war schwarz, die Balken waren runter gefallen und überall  auf der Straße lagen Scherben. Alles roch verbrannt und wo die Glut noch etwas zum Verzehr gefunden hatte, stieg eine feine Rauchwolke zum sternenklaren Nachthimmel. Etwas weiter lag ein Foto, das wohl das Glück hatte vom Wind weggetragen worden zu sein. Da ich von einem Wochenende zurück kam, hatte ich zumindest einen Koffer mit etwas zum anziehen und einem Schlafsack drin dabei. Die Handtasche mit allem was Frau so mit sich herumschleppt war auch da. Ich hab mich innerlich schon von allem gelöst, was hier war und jetzt auf einem großen Haufen irgendwie miteinander verschmolzen ist. Bei allen Fenstern rundherum war schon kein Licht mehr und auch die Feuerwehr wurde wohl schon abgezogen. Wahrscheinlich hat niemand erwartet, dass ich heute noch ankomme, so schnappte ich mir das Foto und suchte mir einen trockenen Platz wo ich den Rest der Nacht verbringen konnte. Und ich fand es gut. Ja, ich war zufrieden. Irgendwie richtig erleichtert, obwohl viel Arbeit anstehen würde. Es war einfach nur gut. 


Doch da hörze ich auf einmal die freundliche Stimme: "Nächster Halt: Mühlau!" ich wachte aus meinen Gedanken auf und alles war wieder so wie immer. 

Das es mich nicht sonderlich störte und ich mich irgendwie schon von allen meinen Sachen lösen konnte, fand ich beruhigend. Klar, all das habe ich mir mal gewünscht, es hat einen Nutzen oder ich finde es einfach nur hübsch. Aber sind wir nicht alles nackte Menschen, die sich irgendwelche Dinge anhäufen. Ja, ich bin ein Teil davon und kann wohl auch nicht aufhören damit und doch will ich immer mal wieder innehalten ALLES durchstöbern und nachsehen, was vielleicht jemand anderes besser gebrauchen könnte und was ich loswerden möchte. Sozusagen ein Frühlingsputz. 


So gings los. Zuerst die Kleider. Unter meinem Bett habe ich immer eine Box mit allen Sachen, die ich nicht so oft trage, die muss also immer zuerst dran glauben. Nur was wirklich nur selten getragen werden kann, wie mein OnsiePyjama, darf noch drinnen bleiben. Dann der Kleiderschrank, am liebsten reiss ich jedes "Bigeli" raus und schmeiss es auf den Boden, setz mich in die Mitte dieses Haufens und beim Zusammenlegen überleg ich mir dann, wann ich was zum letzten Mal getragen habe und ob ich es wirklich noch einmal anziehen würde. Wenn ich mir unsicher bin, ziehe ich es direkt an und schau ob ich mich wohl fühle darin. Was ich nicht mehr UNBEDINNGT will, kommt weg. So entstand eine riiesen Tasche für die Brocki.

Und jetzt los in unsere Garage - Kiste um Kiste aufreißen, schauen, was drin ist und wirklich nur das Wichtige, wie zum Beispiel alte Lehrunterlagen, diverses Bastelmaterial, Winterschuhe und Jacken etc. werden behatlen. So füllte sich ein zweiter Brockisack, ein Texaidbeutel und viel viel Müll entstand. Daneben entstaudbauch ein riesen Haufen mit Dingen, die ich wunderschön finde, jedoch nicht brauche und somit liebend gerne dir VERSCHENKEN möchte. Klicke einfach aufs Bild um herauszufinden - was es ist! Hast du dich entschieden? So schick mir eine Nachrich und du bekommst alles was du haben möchtest. - Also Los! Was nicht weg kommt landet wohl auch in der Brocki...

All diese Sachen sind vor ungefähr zwei Jahren bei mir entstanden. Es war in meiner Zeit der schwarzen Spraydosen und ABC-Schablonen, in der Zeit als ich nicht nicht kreativ sein konnte und immer etwas neues kreieren musste und ich hatte einen riesen Spaß dabei. Ich gebe dir die Sachen sehr gerne, weil ich weiß, dass sie so die Chance haben, nochmal bestaunt oder sogar aufgehängt zu werden. Ja, ich bin Glücklich, wenn du Freude daran hast. Und ich will noch mehr lernen, zu unterscheiden, was ich wirklich brauche und woran jemand anderes mehr Freude haben könnte. Ich weiss nicht ob ich das je schaffe - aber ich will aufhören Dinge zu horten. Ja, ich muss sogar sagen, dass es sich ziemlich gut anfühlt. Immer immer weniger. 



 

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Zippora Marti 

Schweiz

zippora.marti@gmail.com