bemalte Welten

-ONE WORLD-


Hui wie fängt man mit etwas an, was man noch nie gemacht hat.. :-O Egal - kopf runter und durch!

Und da ich ja irgendwo beginnen muss, mach ich das doch direkt mit meine ONE WORLD Projekt von letzter Woche.

Schon eine Weile ist es her, als ich auf dem Flohmarkt einen Alten Globus erworben habe.. Naja, hässlich war er nicht und doch wollte ich etwas verändern.. Bis jetzt stand er kaum beachtet und verstaubt auf unserem Kleiderschrank und ich wusste, das er sehnlichst darauf wartet etwas Farbe abzubekommen. Und ich bin ja auch nicht die erste, die wo etwas wagt.. deshalb war ich noch mehr hin und her gerissen welche Farben er den überhaupt bekommen soll. 

Material:

Ich hab mich dann für die Kalkfarbe von Rayher in den Tönen Jade und Helltopez entschieden. Dazu brauchst du noch zwei Pinsel: einen möglichst fein, den anderen etwas breiter. 

 

Dann ging es los: Ich hab mit dem Land begonnen - im Nachhinein würde ich zuerst das Meer bemalen... tjah. Erst mit einem feinen Pinsel dem Ufer entlang und dann mit einem dickeren Pinsel das Landesinnere erkunden und Stadt für Stadt übermalen. Auf meinem Globus waren sehr wenige Seen eingezeichnet, deswegen hab ich sie grosszügig weggelassen. Am Ende habe ich dann noch alle Mini-Inseln die nicht zu klein für meinen Pinsel waren als Pünktchen eingezeichnet. 

Da die Deckkraft der Farbe leider etwas zu wünschen übrig lässt, habe ich das ganze wiederholt.

 

Zum Schluss das Meer, wieder jeder Küste und dann die Flächen dazwischen... und auch das musste zweimal passieren. 

Und Tadaaaaa... fertig ist der Globus. Was heisst schon fertig? ein Schriftzug wär auch noch toll... aber das wartet vorerst einmal bis mir die blendende Idee dazu einfällt. 

Jetzt kommt nur noch die Frage warum ich das ganze ONE WORLD nenne - ich hoffe es interessiert dich auch. Naja, wie du unschwer erkennen kannst habe ich keine politische Grenze eingezeichnet und während dem meditativen Malen habe ich mir ständig die Frage gestellt, wie es wohl aussehen würde wenn wir keine Grenzen hätten.. Was wäre mit all den Kriegen? Der Verfolgung? Der Unterdrückung von jeglichen Minderheiten? etc.. Ich kann auf alle diese Fragen keine Antwort geben. 

 

Aber was ich ganz sicher weiss, ist dass wir uns und unserem Umfeld vieles erleichtern würden, wenn wir diese Grenzen weniger in unser Hirn einbrennen würden. Wenn wir toleranter gegenüber den Menschen von der anderen Seite der Grenze wären. Vor einigen Monaten wurde ich ausgelacht, weil ich in den Kanton Aargau gezogen bin... die Dame, die wie ich aus auch Bern stammt, fände es viel besser wenn ich 50 Meter weiter östlich in Zug leben würde... Hä? Hab ich das richtig verstanden? Nur weil das Zugerland ein bisschen hipper ist? Immer werden irgendwelche Gründe gefunden warum die eine Stadt besser sein soll als die Andere, warum die eine Nationalität höher gestellt ist als die Nächste.... dieses Netz von üblen Vorurteilen spannt sich über den ganzen Erdball und jeder will besser sein als der Andere. So was kann und will ich nicht verstehen.

 

Ich wünsche mir, dass wir mehr und mehr einsehen, dass wir alle vom selben Planeten stammen - die ähnlichen Lasten und Fragen mit uns umher tragen und Freuden miteinander teilen könnten. Darum ONE WORLD.

 


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Kommentare: 4
  • #1

    Dis Schwösterli (Sonntag, 17 Juli 2016 21:21)

    Wau ig bi beideuckt! Finge ds thema dr wahnsin! Es bringt eim zum nachedänke u ig ha e idee fürne nöii zimmerdekoration

  • #2

    Jeannette ( Mändig, 18. Juli 2016 14:03 (Montag, 18 Juli 2016 14:07)

    gratuliere Zippora
    cool gmacht. Es esch guet, wenn sech jungi Lüt Gedanke mached über üsi Wält.

  • #3

    Romy (Mittwoch, 12 Oktober 2016 20:29)

    Hoi, Zippora
    Neulich war ich zu Besuch in Salzburg bei meiner Schwester. Sie sagte ich müsse unbedingt das "Haus der Natur" dort besuchen und das tat ich dann auch. Unter vielen interessanten Exponaten des Museums, blieb mir die Etage "Weltall" besonders im Kopf. Dort kann man auf einem Screen sehen wie die Kontinente der Erde zueinander stehen und mithilfe eines riesen Rades das vor dem Bildschirm befestigt war, konnte man die Kontinente zeitlich verschieben! Mithilfe von mathematischen Berechnungen konnte man nun dort simulieren wie unsere Erde vor 250mio. Jahren aussah, wie in der Gegenwart und wie in 250mio. Jahren! Dreht man nun das Rad in Richtung Zukunft, finden sich unsere Kontinente wie eine Art abgeändertes Pangäa wieder zusammen an einem Ort. Ich musste etwas schmunzeln, denn ich dachte das sich somit alle Grenzprobleme von selbst gelöst hätten (Asylpolitik, etc.).
    Oder möchte auch dann wieder jeder Mensch seine Extrawurst?
    Ich hoffe doch nicht. Schauen wir was die Zukunft bringt.

    Grüessli Romy

  • #4

    zippora (Donnerstag, 13 Oktober 2016 18:19)

    Huuui, wie ich gespannt bin was noch allds passiert mit unserer Welt. Danke für deinen Kommentar Romy!


 

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Zippora Marti 

Schweiz

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